Organisation

Dance with the Desert | Kooperationsprojekt im Rahmen von 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland 2021 | UE Berlin – Prof. Katharina Mayer und Studierende | HSD Düsseldorf – Prof. Anja Vormann und Studierende | Bezalel University of Art & Design Jerusalem – Red Ruff und Studierende | onomato artist association Düsseldorf

Zu dem deutsch-jüdischen Festjahr anlässlich des 1700-jährigen Bestehens der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland realisieren wir ein interdisziplinäres Ausstellungsprojekt mit Studierenden der University of Applied Sciences Europe Berlin und Studierenden der Hochschule Düsseldorf. Die Studierenden kommen aus den Fachbereichen Kommunikationsdesign, Fotografie, Motion Design, Interaction Design, Illustration, Film und Game Design.

Phase I (SoSe 2021)

In einem interdisziplinären Seminar erwerben die Studierenden Kenntnisse über deutsch – jüdische Geschichte, die heutige Vielfalt in Leben und Kultur des Judentums anhand von Exkursionen, Recherche und Veranstaltungsbesuchen.

Phase II (Projektwoche SoSe 2021, Mai, Juni)

Interviews zum jüdischen Leben in Deutschland finden mit dem Ü-Wagen in Berlin statt. Im öffentlichen Raum – eventuell verbunden mit einem Ausstellungshaus oder abwechselnd an besonderen Orten, an denen jüdisches Leben Diskurse eröffnet. Interviews: Im öffentlichen Raum wird vor dem Ü-Wagen eine Art Setting aus Bühne, Sitzgelegenheiten und Kameras aufgebaut – zum einen werden geladene Gäste interviewt, zum anderen Passanten, die bestimmte Orte jüdischen Lebens oder Ausstellungen besuchen. Das Projekt wird vom Ü-Wagen-Team technisch unterstützt, und die Studierenden haben die Möglichkeit, sich zu beteiligen, indem sie Gäste einladen und die Interviews durchführen. Ziel ist es, ein Archiv der zeitgenössischen Erzählkultur zu erstellen und zu zeigen, wie kulturelle Einflüsse im Alltag verwoben sind. Dies wird in Form eines Internet-Archivs (netspace) und einer Wanderausstellung (mit dem Ü-Wagen draußen / integriert in kontextuelle Ausstellungen / zur Diskussion und zum Austausch bei der Israel-Exkursion) geschehen. Die Wanderausstellung mit Interviews zum jüdischen Leben in Deutschland ersetzt nicht die Ausstellung der Schülerarbeiten, sondern ist als Ergänzung zu sehen. Sie ist ein Archiv, das wachsen und Diskurse eröffnen kann.

Phase III (Sommersemester 2021/Wintersemester 2021)

In der dritten Phase des Projekts wird eine Ausstellung der studentischen Arbeiten in der Praxis realisiert und eine begleitende Publikation erstellt. Als Arbeitsraum dient der digital ausgestattete Workspace der „onomato artist association Düsseldorf“.

Phase IV (September oder November WiSe 2021/22)

In der vierten Projektphase verbringen die Studierenden mit den projektverantwortlichen Dozenten eine Woche in Israel. Hier sollen die Erfahrungen des jüdischen Lebens in Deutschland mit den Erfahrungen des jüdischen Lebens in Israel diskutiert werden. Hauptstandort wird der Kibbutz Sde Boker in der israelischen Wüste sein: In der dortigen „Open School“ werden die Schüler ihre ersten Projektideen mit jugendlichen und erwachsenen Gästen vorstellen und im Dialog weiterführen. Auch Exkursionen nach Jerusalem (orthodoxes Judentum) und Tel Aviv (säkulares Judentum) werden ihr Wissen erweitern. Ziel ist es, jüdische Identität, Lebensweisen und Alltagswissen, säkulares und religiöses Judentum kennen zu lernen. Auch Fragen zu Sicherheitsaspekten, Politik und wirtschaftlicher Entwicklung in Israel werden besprochen.